Neugestaltung der Elisabeth-Kapelle im Vorraum der Christus-Kirche zu Elisabethfehn.

In der 1899 bis 1900 nach Entwürfen von Baurat Ludwig Wege, Oldenburg, errichtete Christus-Kirche in Dreibrücken zu Elisabethfehn wurde zum Andenken an die 1896 verstorbene Großherzogin Elisabeth Pauline Alexandrine von Oldenburg, Prinzessin von Sachsen-Altenburg, eine Gedächtniskapelle eingerichtet. Die Ausschmückung erfolgte durch farbig gestaltete Fenster sowie durch einen auf die Wand gemalten Erinnerungstext.
Anlässlich der Renovierung von 1974 ersetzte man die Farbfenster durch eine schlichte Antikverglasung. Reste der Farbverglasung fanden in der Turmrosette über dem Hauptportal eine Wiederverwendung.
Der Erinnerungstext wurde durch den Einbau eines Elektro-Verteilerschrankes weitgehend zerstört.
Im Zusammenhang der 125-Jahresfeier der Namensgebung des Ortes Elisabethfehn im Jahr 2005 wurde die Gedächtniskapelle ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung entsprechend wieder hergestellt. Die erhaltenen Reste der Farbverglasung – die figürliche Darstellung der Heiligen Elisabeth von Thüringen mit dem Landeswappen von Sachsen-Altenburg – wurden restauriert, um fehlende Teile ergänzt und wieder ins Mittelfenster der Kapelle zurückgeführt. Die Seitenfenster erhielten eine moderne Farbverglasung; der Glaskünstler Günter Grohs (*1958), Wernigerode, gestaltete sie in Abstimmung auf das Mittelfenster. Die Ausführung der Kunstverglasung erfolgte durch die Firma Derix Glasstudios, Taunusstein-Wehen.
Nachdem die ornamentale Ausmalung der Kapelle bereits anlässlich der Kirchenrenovierung von 1993 wiederhergestellt worden war, konnte der Gedenkspruch nach Umsetzung des Verteilerschrankes an ursprünglicher Stelle rekonstruiert werden.
Restaurator Georg Skrypzak, Berne, ergänzte die vorhandenen Reste der Inschrift um die in Archivalien überlieferten Passagen. Der Text lautet:
„Zum Gedächtnis der in Gott ruhenden Großherzogin Elisabeth Pauline Alexandrine von Oldenburg, Herzogin zu Sachsen geboren 1826 März 26, gestorben 1896 Februar 2. Nahum 1 v. 7 Der Herr ist gütig und eine Veste zur Zeit der Noth, und kennet die so auf ihn trauen“.

Weitere Hintergrundinformationen zum Buntglasfenster mit der Heiligen Elisabeth bei:
Jörgen Welp: „Zum Gedächtnis der in Gott ruhenden Großherzogin...“ Ein wiedergefundenes Denkmal für Großherzogin Elisabeth von Oldenburg in Elisabethfehn., in: Das Land Oldenburg. Mitteilungsblatt der Oldenburgischen Landschaft. Hrsg.: Oldenburgische Landschaft, Gartenstraße 7, 26122 Oldenburg (Oldb.), 120/2004, Seite 6-10..



 

 

Gesamtkosten in 2005: rund 12.500,- Euro.
Zuschuss der Kirchbaustiftung: 3.500,- Euro.

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