Altarrestaurierung in Hude

Das Altarretabel in der St.-Elisabeth-Kirche in Hude gehört zu den ältesten geschnitzten Altartafeln in Niedersachsen. Es wurde von einem unbekannten Künstler für das damalige Zisterzienserkloster „Portus Sancte Marie“ geschaffen. Die St.-Elisabeth-Kirche war ursprünglich Torkapelle dieses Klosters, von dem heute nur noch Reste erhalten sind.
Dendochronologische Untersuchungen des Eichenholzes lassen auf eine Entstehungszeit des Schnitzwerkes zwischen 1300 und 1320 schließen.
Das Leben und Leiden Jesu Christi wird in 24 Szenen, geordnet in drei Reihen mit jeweils acht gerahmten Reliefs, ausdrucksstark dargestellt: von der Verkündigung der Geburt Christi bis zur Ausgießung des Heiligen Geistes zeigen die fast vollplastisch geschnitzten Figurengruppen Szenen aus dem Neuen Testament.
Nach umfangreichen Voruntersuchungen verständigten sich die Vertreter der Kirchengemeinde, des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalspflege, des Oberkirchenrates sowie die beauftragten Restauratoren und Architekten auf eine Konzeption, die das Kunstwerk wieder in der ursprünglichen Farbenpracht erstrahlen lässt. Die neu geschaffene Rahmung orientiert sich an Vorbildern aus dem frühen 14. Jahrhundert.
Der Altar mit seinem Retabel ist dank der von Oktober 2008 bis Juli 2009 dauernden Restaurierung und Neugestaltung in weitaus stärkerem Maße als zuvor zum Zentrum des Kirchenraumes geworden.

Gesamtkosten in 2009: rund 80.000,- Euro.
Zuschuss der Kirchbaustiftung: 20.000,- Euro.

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